„Unter den Linden“ – wer denkt dabei nicht sofort an Berlin? Aber es gibt kaum einen Ort, in der nicht eine Allee oder Straße der Linde gewidmet wäre. Die Menschen in unserem Land liebten und lieben diesen Baum. Zu Recht. Mit ihr verbinden sich Zauber, Liebe und Heilung. Um die Linde ranken sich Geschichten und Gedichte, Lieder und Legenden. Schon in der Nibelungensage war sie für Siegfried Schicksalsbaum. Die Dorflinde markierte den Mittelpunkt des Lebens. Um sie herum wurde getanzt, unter ihr Gericht gehalten. Die Winterlinde ist also ein Baum mit Vergangenheit - aber auch mit Zukunft. Denn sie hat vorzügliche waldbauliche Eigenschaften und einen hohen ökologischen Wert. Unsere Winterlinde hat es in sich. Sie bietet den Bienen beste Weide, den Schnitzern gutes Holz, ihre Blüten bilden die Grundlage für Tee und Arzneimittel. Sie ist also ein wahrer Tausendsassa und verdient es, gepflanzt zu werden. Der Volksmund sagt: ‘300 Jahre kommt sie, 300 Jahre steht sie, 300 Jahre vergeht sie.‘ Wer heute pflanzt, pflanzt also für die Ewigkeit. Auf die Winter-Linde.“